Das Desire 12+ ist das neue Mittelklasse-Smartphone von HTC. Es ist im April für 249 Euro auf dem deutschen Markt erschienen.
Die Namensgebung erinnert natürlich stark an das HTC Flaggschiff U12+.
Technische haben die beiden Smartphones allerdings wenig Gemeinsamkeiten, wie unser Test zeigt.
In seiner Desire-Reihe hat HTC schon immer Mittelklasse-Handys auf den Markt gebracht, die vor allem Preis-sensitive Käufer ansprechen sollten. Das Desire 12+ macht da keine Ausnahme, 249 Euro sind gegenüber der UVP von 799 Euro für das HTC U12+ natürlich deutlich günstiger. Allerdings merkt man das auch in der technischen Ausstattung.
Im Lieferumfang des Desire 12+ befindet sich ein Netzteil (leider nicht schnellladefähig), ein schlecht klingender Kopfhörer, ein USB-Kabel (Typ B) sowie eine Kurzanleitung, Garantiehinweise und ein paar HTC-Aufkleber. Eine Handyhülle ist leider nicht dabei.
Ein besonders wichtiger Moment bei einem Handytest ist das "erste Anfassen" und die erste Nutzung des Smartphones. Mein erster Eindruck des Desire 12+ war: Schickes Design, schön großes Display mit kleinen Rändern und ein rundum schönes haptisches Erlebnis. Das Desire 12+ hat eine Rückseite aus Acrylglas und unsere schwarze Testversion schimmert ein wenig gräulich/bläulich. Sehr schick!
Allerdings trübte sich der gute erste Eindruck im Laufe des Tests immer mehr ein. Das Gehäuse zieht Fingerabdrücke magisch an und das große Display entpuppt sich als nicht besonders gut auflösend (Hd+ - 1.440 x 720 Pixel).
Die Kameras des Desire 12+ sind unauffällig und soweit okay. Die Hauptkamera ist Dual ausgelegt (13+2 Megapixel) und beherrscht daher Aufnahmen im Bokeh-Modus. Bei guten Lichtverhältnissen liefert diese Kamera brauchbare bis gute Ergebnisse (siehe Beispielfotos unten), sobald es dunkler wird fangen die Bilder allerdings stark an zu rauschen.
Die Selfiekamera hat übrigens ebenso wie die Hauptkamera ein Blitzlicht. Allerdings sehen mit diesem Blitz geschossene Selfies aus wie aus der Gruselkammer, zumindest wenn der Autor als Motiv herhalten muss. Generell ist es aber natürlich ein Vorteil, dass ein Frontblitz bei Selfies hilft.
Zur Sperrung/Entsperrung des Desire 12+ nutzt man am besten den Fingerabdrucksensor. Dieser ist auf der Rückseite griffgünstig platziert und arbeitet schnell und zuverlässig. Die außerdem verfügbare Entsperrung per Gesichtserkennung funktionierte dagegen überhaupt nicht gut. Da diese Art der Sicherung des Smartphones sowieso nicht so sicher ist, sollte man sich auf den Fingerabdrucksensor beschränken.
Der Akku des Desire 12+ hat knapp 3.000 mAh Kapazität, hält aber trotzdem nur etwa 450 Minuten durch. Das ist nicht gerade ein Bombenwert, zudem ist der Akku weder induktiv noch per QuickCharge schnellladbar.
Kleine Überraschung beim Herausziehen des Sim-Schachts: Hier ist gleichzeitig Platz für zwei nano-SIMs und eine micro-SD Karte. Das ist cool, denn der interne Speicher von 32 GB macht den Einsatz einer micro-SD schon fast obligatorisch, trotzdem kann man das Desire 12+ noch als Dual-SIM Handy einsetzen - das können nur ganz wenig Handys!
Vergessen werden wir außerdem auch nicht das mitgelieferte Headset. Es klingt einfach grausam! Da kann man auch noch so viel am EQ in der Google Play Music App herumschrauben, das hilft alles nichts. Also: Sofort einen vernünftigen Kopfhörer besorgen - vermutlich liegen auch bei Ihnen noch einige irgendwo herum, stimmt's?


Die folgenden Bilder wurde mit dem Smartphone im Automatikmodus gemacht.
Bitte anklicken für Details und Möglichkeit zum Download in Originalgröße.
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